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Auf einen Blick: So läuft die PRP-Behandlung gegen Haarausfall beim Hautarzt ab
- In der dermatologischen Praxis beginnen wir mit einer fundierten Analyse von Kopfhaut und Haarstruktur und machen eine ganzheitliche Laboruntersuchung, um die Ursachen abzuklären, ob ein erblich oder diffus bedingter Haarausfall vorliegt. Mittels differenzierter Trichoskopie bestimmen wir die genaue Alopezie-Form und entscheiden, ob die Eigenbluttherapie das richtige Therapiekonzept ist.
- Bei der PRP-Behandlung wird eine kleine Menge Blut entnommen und zentrifugiert, um das plättchenreiche Plasma (PRP) zu gewinnen. Dieses körpereigene Konzentrat wird anschließend gezielt in die betroffenen Areale der Kopfhaut eingebracht. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren stimulieren die Durchblutung und die Aktivität der Haarfollikel. Ergänzend kann eine gezielte Infusionstherapie eingesetzt werden, die den Körper mit essenziellen Mikronährstoffen versorgt – darunter Biotin, Zink, Eisen sowie B-Vitamine. Dies unterstützt die Wirkung der PRP-Therapie von innen heraus.
- Leichte Rötungen oder Druckempfindlichkeit klingen meist innerhalb eines Tages ab. Erste Ergebnisse zeigen sich nach 6 bis 12 Wochen, das Behandlungskonzept umfasst 2 bis 3 Sitzungen für ein stabiles Resultat. Wir empfehlen halbjährliche Kontrollen und eine individuelle Erhaltungstherapie.
Dauer
45 bis 60 Minuten
Komfort
gut tolerierbar
Ausfallzeit
keine
Ergebnisse
nach 6 bis 12 Wochen
Kontrollintervall
nach 4 bis 6 Wochen
Standorte
Birkenfeld und Trier
Wann ist eine PRP-Therapie gegen Haarausfall sinnvoll?
Haarausfall berührt tiefere Schichten des Selbstbildes. Viele Patient:innen erleben den schleichenden Verlust von Haardichte als belastend – und suchen lange nach einer Lösung, die weder invasiv noch chemisch ist. Und dünner werdendes Haar muss kein Schicksal sein. Die Eigenbluttherapie nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren, um Haarwurzeln zu aktivieren und das Haarwachstum auf natürliche Weise zu fördern
Eine PRP-Behandlung ist besonders wirkungsvoll, wenn die Haarfollikel noch intakt sind, jedoch in ihrer Funktion eingeschränkt werden. Sie eignet sich sowohl für androgenetische Alopezie (die häufigste Form bei Männern und Frauen) als auch für diffusen oder stressbedingten Haarausfall (Telogen-Effluvium).
Bei Nouvada™ betrachten wir Haargesundheit nicht isoliert: Faktoren wie Hormonhaushalt, Stress, Ernährung und Lebensstil fließen in die Beurteilung ein. So entsteht ein Behandlungsweg, der nicht nur sichtbare Symptome adressiert, sondern auch die zugrunde liegenden Ursachen berücksichtigt – damit Sie sich wieder selbstbewusst in Ihrer Haut fühlen.
Follikelregeneration auf Basis körpereigener Biologie
Die PRP-Behandlung verfolgt ein klar definiertes biologisches Ziel: Haarfollikel, die sich in der Ruhephase (Telogenphase) befinden oder miniaturisiert sind, werden durch hochkonzentrierte autologe Wachstumsfaktoren reaktiviert. Im Fokus steht die Verlängerung der Anagenphase – der aktiven Wachstumsphase des Haares – sowie die Verbesserung der follikulären Mikrozirkulation.
Jede Behandlung beginnt mit präziser Diagnostik: Trichoskopie, ggf. ergänzt durch ein Trichogramm sowie laborchemische Parameter, ermöglichen eine individuelle Therapieplanung.
Unsere fachärztliche Expertise stellt sicher, dass PRP im richtigen klinischen Kontext und mit optimaler Aufbereitungstechnik eingesetzt wird.

Konkrete Ergebnisse der PRP-Therapie bei Alopezie
Die wissenschaftliche Datenlage zur PRP-Behandlung bei androgenetischer Alopezie zeigt in klinischen Studien konsistente Verbesserungen in Haardichte, Haarschaftdurchmesser und Haaranzahl pro cm². Die autologen Wachstumsfaktoren – insbesondere PDGF (Platelet-Derived Growth Factor) und VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) – fördern die Angiogenese im perifollikulären Gewebe und verlängern nachweislich die Wachstumsphase der Haarfollikel.
In Kombination mit dem ganzheitlichen 360°-Ansatz von Nouvada™ – Diagnostik (VISIO), medizinische Behandlung (CORE) und Unterstützung von Lebensstil und Wohlbefinden (REVIVE) – entsteht ein nachhaltiges Therapiekonzept. Ergänzend können Mikroneedling der Kopfhaut oder topische Wirkstoffe das PRP-Ergebnis synergistisch verstärken. Zudem betrachten wir Haarausfall immer im Kontext des gesamten Organismus: Hormonstatus, Ernährung, Schlaf und psychisches Wohlbefinden spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die lokale Follikelgesundheit.
Von der professionellen Betreuung beim Hautarzt profitieren Patient:innen besonders, weil die Beurteilung medizinisch fundiert erfolgt und das Verfahren fachgerecht durchgeführt und überwacht wird – für maximale Sicherheit und nachvollziehbare und langfristig stabile Ergebnisse.

Haarausfall hat viele Ursachen – und ebenso viele Lösungswege. In einem persönlichen Gespräch finden wir heraus, was Ihre Haut und Ihr Haar wirklich brauchen.
Häufig gestellte Fragen zur PRP-Therapie bei Haarausfall
Was ist PRP und wie wirkt die Behandlung?
PRP steht für platelet‑rich plasma (plättchenreiches Plasma). Aus einer kleinen Blutprobe wird durch Zentrifugation ein Konzentrat gewonnen, das viele Thrombozyten und Wachstumsfaktoren enthält. Diese Faktoren sollen die Durchblutung, Zellregeneration und die Aktivität der Haarfollikel fördern. PRP nutzt körpereigene Mechanismen zur Regeneration.
Für wen ist die PRP-Behandlung bei Haarausfall geeignet?
PRP eignet sich vor allem bei frühem bis mittlerem Haarausfall mit noch vorhandenen, aber geschwächten Follikeln (z. B. androgenetische Alopezie, diffuse Effluvien). Bei vernarbenden Formen oder komplett kahlen Arealen sind andere Verfahren oft sinnvoller. Eine ärztliche Diagnostik vor Behandlungsbeginn ist unerlässlich.
Wie läuft eine PRP‑Behandlung in der Hautarztpraxis ab?
Nach einer ärztlichen Anamnese und Aufklärung erfolgt zunächst eine differenzierte Trichoskopie sowie bei Bedarf eine Blut- und Hormonanalyse. So lässt sich die genaue Alopezie-Form bestimmen – entscheidend für die Wahl des richtigen Therapiekonzepts.
us einer kleinen venösen Blutentnahme (ca. 15–30 ml) wird durch Zentrifugation ein plättchenreiches Plasma (PRP) gewonnen, das bis zu fünffach konzentriertere Wachstumsfaktoren enthält als normales Blut.
Während der Aufbereitung wird die Kopfhaut gereinigt und bei Bedarf lokal betäubt.
Das Konzentrat wird mittels feiner Mikroinjektionen gezielt in das Haarfollikel-Areal der Kopfhaut eingebracht (punktuelle Injektionen oder flächiges Mesotherapy‑Muster).
Es stimuliert dort Proliferation und Differenzierung der Follikelstammzellen.
Die gesamte Sitzung dauert in der Regel 30–60 Minuten.
Wie viele PRP-Therapie-Sitzungen sind nötig und wann sehe ich Ergebnisse?
Üblich sind 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen. Danach werden Auffrischungen alle 6 bis 12 Monate empfohlen. Erste Effekte auf Haarausfall und Haarqualität zeigen sich oft nach 2 bis 3 Monaten, sichtbares Nachwachsen der Haare braucht häufig 3 bis 6 Monate, da der Haarzyklus Zeit benötigt.
Tut die PRP-Behandlung weh und welche Nebenwirkungen gibt es?
Die Behandlung ist in der Regel gut tolerierbar; ein leichtes Pieksen oder Druckgefühl ist normal.
Häufige, vorübergehende Reaktionen sind Rötung, Schwellung, punktuelle Blutungen oder Druckempfindlichkeit. Schwere Komplikationen sind selten; Infektion oder unerwünschte Reaktionen können bei unsachgemäßer Durchführung auftreten.
Wie bereite ich mich vor und was ist die Nachsorge?
Vorher: ärztliche Anamnese, keine blutverdünnenden Medikamente ohne Rücksprache, kein akuter Infekt.
Nachher: Kopfhaut schonen, intensive Hitze (Sauna) und Sport kurz meiden, Sonnenschutz beachten
Bei anhaltender Rötung, Eiter oder Fieber umgehend eine Hautarztpraxis kontaktieren.
Welche Erwartungen sind realistisch?
Realistisch ist eine Reduktion des Haarausfalls und eine Verbesserung der Haarqualität bei vorhandenen Follikeln. PRP ist kein Wundermittel – sie wirkt am besten in Kombination mit einer ärztlich begleiteten ganzheitlichen Strategie (z. B. medikamentöse Therapie, Lifestyle‑Maßnahmen).

Dr. medic Roxana Apostol begleitet Sie bei der medizinischen Diagnose, Behandlung und Betreuung sämtlicher Hauterkrankungen. Sie ist zudem Ansprechpartnerin für Allergologie sowie ästhetische Fragestellungen.
