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Auf einen Blick: Das geschieht bei einer Venenverödung
- Die Venenverödung läuft ambulant und ohne Betäubung ab. Mit einer minimalinvasiven Injektion werden krankhafte Venen wie Krampfadern und Besenreiser gezielt verschlossen. Phlebolog:innen analysieren medizinisch und beraten Sie im Vorfeld nach individuellem Befund.
- Bei der Behandlung wird das Verödungsmittel mit Luft aufgeschäumt und dann unter Ultraschallkontrolle direkt in die betroffene Vene gespritzt. Der Schaum verdrängt das Blut in der Vene. Die Innenwand reagiert und die Vene verschließt sich. Nach rund fünf Minuten Einwirkzeit ist die Innenschicht zerstört und die Vene im Idealfall dauerhaft verschlossen. Eine Sitzung dauert meist nur 15 bis 30 Minuten und ist nahezu schmerzfrei.
- Nach der Venenverödung wird sofort ein medizinischer Kompressionsstrumpf angelegt. Leichte sportliche Betätigungen wie Spazierengehen sind wünschenswert, da sie den Blutrückfluss fördern. Je nach Ausprägung der Venenschwäche können mehrere Sitzungen nötig sein. In den folgenden Wochen bis Monaten baut der Körper die verschlossene Vene ab und wandelt den Venenstrang in Bindegewebe um. Das Blut fließt fortan über gesunde Venen zurück zum Herzen.
Dauer
15 bis 30 Minuten
Komfort
nahezu schmerzfrei
Ausfallzeit
keine
Ergebnisse
ca. 2 Wochen
Kontrollintervall
alle halbe Jahre
Standorte
Birkenfeld und Trier
Wann ist eine Venenverödung sinnvoll?
Schwere Beine nach einem langen Arbeitstag, geschwollene Knöchel oder kleine rötlich blaue Linien an den Beinen werden von vielen Menschen zunächst als rein kosmetisches Problem wahrgenommen. Häufig steckt jedoch mehr dahinter. Venen-Erkrankungen entwickeln sich schleichend und werden oft unterschätzt.
Venen transportieren sauerstoffarmes Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen. Ist dieses System geschwächt, staut sich Blut in den Beinen. Typische Folgen sind Krampfadern, Besenreiser, Schwellungen und im fortgeschrittenen Stadium eine chronisch venöse Insuffizienz.
Die Sklerotherapie, also die Verödung krankhafter Venen, zielt darauf ab, den Blutfluss wieder über gesunde Venen zu leiten. Bei vielen Befunden ist sie eine sehr sinnvolle, ambulante und gewebeschonende Option. Entscheidend ist aber die richtige Indikation. Große Stammvenen mit relevantem Rückfluss brauchen häufig eine andere Strategie, damit der Effekt dauerhaft ist.
Für welche Venen eignet sich die Sklerotherapie?
Die ambulante Methode der Venenverödung ist eine bewährte Behandlung für Besenreiser, retikuläre Varizen und viele Seitenastkrampfadern.
- Besenreiser und feinste Äderchen: Die Verödung ist die beste Methode, weil sie gezielt kleine Gefäße ausschaltet
- Retikuläre Varizen und kleinere netzförmige Krampfadern: Oft sehr gute Ergebnisse, teils mit mehreren Sitzungen.
- Seitenastkrampfadern: Viele Seitenäste lassen sich per Venenverödung gut behandeln. Häufig ist das auch eine sinnvolle Ergänzung nach einer Behandlung der Stammvene, wenn noch einzelne Äste bestehen.
Eine Venenverödung kann auch Stammvenen verschließen, hier ist die Langzeitstabilität nicht so hoch wie bei endovenösen Verfahren. Unsere Phlebolog:innen beurteilen die Situation medizinisch und beraten Sie professionell.


Die Venenverödung ist ein schonendes, ambulantes Verfahren — ohne OP und ohne Ausfallzeit. Wir beraten Sie individuell.
Häufig gestellte Fragen zur Venenverödung
Was ist der Unterschied zwischen Phlebologie und Gefäßchirurgie?
Phlebologie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich auf die Diagnose und Behandlung von Venenerkrankungen spezialisiert hat. Der Begriff geht auf das altgriechische Wort phleps für Blutader zurück. Der Eingriff ist minimalinvasiv und erfolgt ambulant. Es ist keine Narkose erforderlich.
Die Gefäßchirurgie führt eher operative Eingriffe zur Behandlung von Arterien- und Venenerkrankungen durch und behandelt oft schwerwiegendere Fälle wie Aneurysmen oder Arterienverschlüsse.
Ist Sklerosierung das gleiche wie Venenverödung?
Sklerosierung ist der medizinische Fachbegriff für die Venenverödung. Unter einer Venenverödung versteht man das gezielte Verkleben und den Verschluss von krankhaften Krampfadern oder Besenreisern mittels einer minimalinvasiven Injektion.
Welche Methoden werden bei einer Venenverödung eingesetzt?
Folgende Methoden werden bei einer Venenverödung eingesetzt: Flüssigverödung und Schaumverödung. Schaum wirkt stärker und wird daher eher bei größeren Venen eingesetzt.
Bei der flüssigen Verödung wird das Mittel unverdünnt injiziert – geeignet für feine Besenreiser. Bei der Schaum-Sklerotherapie wird das Mittel mit Luft aufgeschäumt, was die Kontaktfläche mit der Gefäßwand vergrößert und eine stärkere Wirkung bei größeren Gefäßen ermöglicht.
Die Schaumverödung ist besonders effektiv bei retikulären Venen und mittelgroßen Varizen. Welche Methode zum Einsatz kommt, entscheidet der Facharzt oder die Fachärztin nach Befund und Ultraschalluntersuchung.
Ist die Venenverödung schmerzhaft?
Die Einstiche sind minimal – vergleichbar mit einer Blutentnahme. Das Verödungsmittel selbst kann ein kurzes Brennen oder Wärmegefühl im Gefäß verursachen, das schnell abklingt. Eine Betäubung ist in der Regel nicht notwendig. Die Kompression nach der Behandlung kann anfangs etwas drücken, ist aber wichtig für das Ergebnis.
Muss man nach einer Venenverödung Kompressionsstrümpfe tragen?
Ja, unmittelbar nach der Behandlung muss in der Regel ein Kompressionsstrumpf getragen werden oder es wird ein Druckverband angelegt, um den Druck auf die behandelten Venen aufrechtzuerhalten und eine schnelle Heilung zu ermöglichen.
Je nach individueller Notwendigkeit müssen Kompressionsstrümpfe für einige Tage bis zu zwei Wochen getragen werden.
Medizinische Kompressionsstrümpfe sollten in der Regel täglich von morgens bis abends getragen werden, am besten direkt nach dem Aufstehen. Dies entspricht meist einer Tragedauer von etwa 8 bis 12 Stunden.
Sofern der Facharzt oder die Fachärztin es nicht anders angeordnet hat, sollten medizinische Kompressionsstrümpfe nachts ausgezogen werden. Im Liegen arbeitet das Venensystem nicht gegen die Schwerkraft, wodurch der Blutrückfluss zum Herzen erleichtert wird.
Darf man direkt nach einer Venenverödung Sport machen?
Bewegung ist besser als Ruhe. Unmittelbar nach der Injektion sind leichte sportliche Betätigungen wie Spazierengehen wünschenswert, da sie den Blutrückfluss fördern. Intensiver Sport wie Joggen oder Kraftsport wird in den ersten Wochen nicht empfohlen.
Was sollte man direkt nach einer Venenverödung beachten?
Nach einer Venenverödung von Krampfadern oder Besenreisern sollten Sie folgendes beachten:
- meiden Sie für 2 bis 4 Wochen Saunabesuche, Solarium und Thermalbäder, um Pigmentflecken auf der Haut zu verhindern.
- vermeiden Sie direkt Sonneneinstrahlung und Hitze, um Pigmentstörungen vorzubeugen
- machen Sie für ca. 2 Wochen keine intensiven Sportarten wie z.B. Joggen, Kraftsport, Tennis, usw.
- vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen, dieses begünstigt Blutstauungen
- vermeiden Sie zu enge Kleidung
- nehmen Sie keine blutverdünnenden Mittel (wie Aspirin/Ibuprofen) direkt vor oder nach der Behandlung
- vermeiden Sie heiße Vollbäder, 24 Stunden nach der Behandlung können Sie mit mäßig warmem Wasser duschen
Welche Nebenwirkungen hat eine Venenverödung?
Nach einer Sklerotherapie kann es vorübergehend zu Hautverfärbungen kommen und auch leichte blaue Flecken oder Verhärtungen im behandelten Bereich sind normal. Diese klingen meist nach einigen Wochen ab.
Häufige und vorübergehende Nebenwirkungen: Rötungen, kleine Blutergüsse und Hyperpigmentierungen (bräunliche Verfärbungen entlang des verödeten Gefäßes) – letztere können einige Wochen anhalten.
Seltene Nebenwirkungen: Matting (feine neue Gefäße im Behandlungsbereich), kleine Hautnekrosen bei Gewebseintritt des Mittels, allergische Reaktion auf das Verödungsmittel. Thromboembolische Komplikationen sind sehr selten und werden durch korrekte Technik und Kompression minimiert.
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
Bei einer medizinischen Notwendigkeit (z.B. bei ausgeprägten Krampfadern mit Beschwerden) übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten. Die Verödung von Besenreisern gilt rein rechtlich als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und muss in der Regel privat bezahlt werden.

Dr. medic Roxana Apostol begleitet Sie bei der medizinischen Diagnose, Behandlung und Betreuung sämtlicher Hauterkrankungen. Sie ist zudem Ansprechpartnerin für Allergologie sowie ästhetische Fragestellungen.
